Rechner: Hochzeitskosten planen mit Online-Kalkulator
Eine Hochzeit ist ein bisschen wie ein gutes Menü: Du kannst sehr simpel starten oder ein ganzes Tasting daraus machen. Beides kann wunderschön sein – nur beim Budget lohnt es sich, früh den Überblick zu behalten. Genau dafür ist ein Rechner ideal: Du siehst schnell, welche Stellschrauben wirklich zählen, und vermeidest unangenehme Überraschungen kurz vor dem großen Tag.
Hochzeitskosten Rechner
Der Online-Kalkulator unten hilft dir, eine realistische Schätzung zu bauen. Du stellst die Gästezahl ein, bewegst die Regler je nach Stil und Prioritäten und siehst sofort, wie sich die Summe verändert. Praktisch: Du kannst verschiedene Szenarien durchspielen – zum Beispiel “intim” vs. “groß” – und bekommst ein Gefühl dafür, wo das Budget wirklich hingeht.
Hochzeitsbudget in Echtzeit
Gästezahl einstellen, Regler bewegen, Summe live sehen. Ideal für Szenarien wie “klein” vs. “groß”.
Vorfreude & Orga
Zeremonie
Stimmung & Erinnerungen
Essen, Drinks & Location
| Posten | Betrag |
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So setzen sich die Kosten einer Hochzeit zusammen
Die Gesamtkosten wirken am Anfang oft wie ein Nebel. Der löst sich, sobald du die typischen Posten einzeln betrachtest. Manche Kosten sind fix, andere steigen direkt mit der Gästezahl. Und ein paar Dinge sind echte “Budget-Magnete”, weil sie viele kleine Einzelpositionen bündeln (Location, Essen, Drinks – die üblichen Verdächtigen).
Papeterie & Drucksachen
Einladungen, Menükarten, Sitzplan, Namenskärtchen, Dankeskarten: Das klingt nach Kleinkram, kann sich aber summieren. Je mehr du personalisierst (besondere Papiere, Prägung, Illustrationen), desto eher wird aus “ein paar Karten” ein eigener Budgetposten. Wenn du sparen willst, funktioniert eine Mischung aus digital (Save-the-Date) und print (Einladung) oft sehr gut.
Tanzkurs (optional)
Für manche ist es ein Highlight, für andere purer Stress. Ein kurzer Kurs kann Sicherheit geben, muss aber nicht perfekt sein. Wenn du es machst, plane es so, dass es euch Spaß macht – und nicht wie eine zusätzliche To-do-Liste wirkt.
Styling Braut
Hier geht es nicht nur um Haare und Make-up am Tag selbst, sondern oft auch um einen Probetermin. Der Preis hängt stark von Dauer, Anfahrt und dem gewünschten Look ab. Ein Tipp: Frag früh, wie viele Stunden wirklich eingeplant sind und ob Touch-ups am Nachmittag/Abend enthalten sind.
Styling Bräutigam
Dezent unterschätzt. Ein frischer Schnitt, Bart-Update, vielleicht ein kleines Pflegepaket – fertig. Dieser Posten bleibt meist überschaubar, macht aber in Summe einen spürbaren Unterschied im Gesamtbild (und auf Fotos).
Standesamt (Gebühren & Kleinkram)
Gebühren, Urkunden, eventuell ein besonderer Trauort oder Termine außerhalb der Standardzeiten: Standesamt-Kosten sind selten riesig, aber sie sind sehr konkret. Plane lieber ein bisschen Puffer ein, besonders wenn ihr Sonderwünsche habt.
Kirchliche Trauung (optional)
Je nach Gemeinde können Spenden, Gebühren oder Kosten für Musiker:innen dazukommen. Manchmal ist vieles “auf Spendenbasis”, aber auch hier gilt: lieber vorher klären als später rätseln.
Freie Trauung (Redner:in)
Eine freie Trauung lebt von Persönlichkeit und guter Dramaturgie. Die Kosten hängen oft daran, wie viel Vorbereitung, Kennenlernen und Individualisierung enthalten ist – plus Technik, Anfahrt und Saison. Wenn du Angebote vergleichst, achte weniger auf “billig vs. teuer” und mehr auf Stil und Passung.
DJ
DJ-Kosten sind nicht nur “ein Abend Musik”. Dahinter steckt Vorbereitung, Abstimmung, oft eigenes Equipment und Erfahrung im Lesen des Raumes. Die Preisspanne ist groß – und ehrlich: Ein guter DJ kann die Stimmung retten, ein schlechter kann sie zerlegen. Prioritäten sind hier sinnvoll.
Sound/Licht/Technik
Manche Locations sind top ausgestattet, andere brauchen Zusatztechnik. Auch die freie Trauung braucht oft Mikrofon und Lautsprecher, besonders draußen. Prüfe früh, was vorhanden ist – und was “irgendwer schon mitbringt” (dieser Satz ist ein Budget-Risiko in Tarnkleidung).
Live-Band (optional)
Band ist Emotion, Energie, Show – aber auch ein größerer Budgetblock. Manche kombinieren Band für ein Set und später DJ. Wenn du Band planst: kläre Spielzeiten, Pausen, Technik und Platzbedarf, damit es später keine Überraschungen gibt.
Fotografie
Fotografie ist einer der Posten, bei dem “später” wirklich zählt. Viele Paare merken erst nach der Hochzeit, wie wertvoll eine gute Reportage ist. Preisunterschiede bei Hochzeitsfotografen entstehen durch Dauer, Teamgröße, Erfahrung, Bildstil, Bearbeitung und Zusatzleistungen (Album, Second Shooter).
Videografie (optional)
Video ist nicht für alle, aber wenn es zu euch passt, kann es unglaublich berühren. Achte auf Ton (Gelübde, Reden), nicht nur auf schöne Bilder. Oft entscheidet die Qualität von Audio und Schnitt darüber, ob du den Film später gern schaust – oder nur einmal aus Pflichtgefühl.
Essen/Catering pro Person
Das ist fast immer der stärkste Hebel. Menü oder Buffet, Anzahl Gänge, Serviceumfang, Mitternachtssnack, Personal, Kinderportionen – hier hängt alles miteinander zusammen. Wenn du sparen willst, sind Gästezahl und Konzept die großen Stellschrauben: weniger Personen oder weniger “Komplexität” im Ablauf bringt oft mehr als an der Qualität zu knabbern.
Getränke pro Person
Getränke werden schnell unterschätzt – vor allem, wenn Cocktails, Longdrinks oder eine längere Party geplant sind. Pauschalen geben Sicherheit, Verbrauchsabrechnung kann günstiger sein, wenn eure Runde eher moderat trinkt. Kläre unbedingt, was enthalten ist (Wasser, Softdrinks, Kaffee, Mitternacht, Spirituosen).
Torte & Sweet Table
Von klein und fein bis opulent ist alles möglich. Eine große Torte ist nicht automatisch “besser” als ein kleiner Cake plus Dessertvariation. Wenn du Wert auf Optik legst, sprich über Stützen, Fondant, echte Blumen vs. Deko – das sind typische Preistreiber.
Location (Miete/Pauschale)
Locationkosten sind oft ein Mix aus Miete, Mindestumsatz, Servicepauschalen, Endreinigung, Security, Sperrstundenregelungen und manchmal Technik. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick: Eine “teure” Location kann am Ende günstiger sein, wenn viel inkludiert ist – und eine “günstige” kann teuer werden, wenn du alles extra organisieren musst.
Deko & Floristik
Floristik ist emotional: Brautstrauß, Anstecker, Tischdeko, Traubogen, Kerzen, Leihvasen – und plötzlich sind es zehn Einzelentscheidungen. Wenn du sparen willst, priorisiere Blickpunkte: Trauung/Backdrop, Brautstrauß, ein paar starke Arrangements. Der Rest darf simpler sein, ohne dass es “weniger schön” wirkt.
Gastgeschenke (optional)
Gastgeschenke sind nett, aber kein Muss. Wenn du sie machst, halte sie unkompliziert: essbar, nützlich oder persönlich. Und wenn du sie weglässt: Niemand wird am nächsten Tag sagen “schöne Trauung, aber wo war mein Glas Honig?”.
Durchschnittliche Kosten einer Hochzeit
“Was kostet eine Hochzeit im Schnitt?” ist eine verständliche Frage – aber die Antwort ist immer ein Korridor, kein Fixpreis. In Deutschland landen viele Feiern grob irgendwo zwischen 15.000 und 35.000 Euro, je nach Region, Saison, Gästeliste und Anspruch. Eine kleine Feier kann deutlich darunter liegen, während größere Hochzeiten mit vielen Leistungen schnell darüber hinausgehen.
Wenn du ein Gefühl für die Verteilung brauchst, hilft eine einfache Faustregel: Alles pro Person (Essen/Drinks) skaliert gnadenlos, Fixkosten (Foto, DJ, Trauung, Deko-Grundkonzept) bleiben eher stabil. Darum kann eine Hochzeit mit 120 Gästen nicht einfach “20% teurer” sein als mit 100 – sie wird oft spürbar teurer, weil mehrere Posten gleichzeitig mitwachsen.
Der Rechner ist genau für diese Realität gebaut: Du siehst nicht nur eine Zahl, sondern die Logik dahinter. Und damit kannst du Entscheidungen treffen, die zu euch passen – statt nur “irgendwie” zu hoffen, dass es am Ende schon aufgeht.
Geld sparen bei der Hochzeit
Beim Sparen geht es weniger um Verzicht und mehr um kluge Prioritäten. Hier sind Strategien, die in der Praxis wirklich funktionieren – ohne dass sich der Tag “billig” anfühlt:
- Gästeliste bewusst halten: Jeder zusätzliche Gast bedeutet nicht nur einen Teller mehr, sondern oft auch mehr Drinks, mehr Platz, mehr Deko, mehr Aufwand.
- Konzept vereinfachen: Weniger Programmpunkte, klarer Ablauf, weniger Ortswechsel – das spart Zeit, Nerven und oft Geld (Technik, Personal, Logistik).
- Location mit Inklusivleistungen wählen: Wenn Möbel, Basics, Technik oder Personal bereits drin sind, sparst du dir viele Einzelbuchungen.
- Blumen fokussieren: Investiere in wenige starke Blickfänge statt überall “ein bisschen was”. Wirkung pro Euro ist deutlich besser.
- Getränke smart planen: Pauschale vs. Verbrauch durchrechnen. Manchmal ist ein klar begrenztes Angebot (z. B. Bier/Wein/Softdrinks + Signature Drink) die goldene Mitte.
- Timing nutzen: Termine außerhalb der Hochsaison oder unter der Woche können Preis und Verfügbarkeit verbessern.
- Reserve einbauen: Klingt paradox, spart aber Stress und verhindert teure Last-Minute-Lösungen. Eine Reserve ist kein Luxus, sondern Realismus.
Das Wichtigste: Spare dort, wo es euch nicht wichtig ist – und investiere dort, wo ihr später sagt “genau so wollten wir das”. Budget ist kein Moraltest. Es ist nur ein Werkzeug, damit ihr entspannt feiern könnt.